Compra 10 libros por 10 € aquí!
Bookbot

Pınar Selek

    Esta autora se adentra en los márgenes de la sociedad y las dinámicas de poder, basándose en estudios sociológicos de grupos marginados. Su trabajo a menudo explora temas de otredad, identidad y movimientos sociales, caracterizado por una lente analítica y un compromiso con la teoría y la política feminista. Contribuye a los diálogos sobre justicia social, desafiando las normas establecidas a través de sus esfuerzos literarios y académicos. Sus escritos invitan a los lectores a considerar las estructuras que dan forma a nuestra sociedad y a las experiencias individuales.

    Weil sie Armenier*innen sind
    Zum Mann gehätschelt, zum Mann gedrillt
    • Zum Mann gehätschelt, zum Mann gedrillt

      • 237 páginas
      • 9 horas de lectura

      Wie aus Menschen Männer werden. Wie wird man zum Mann? Hierzu braucht der Mann fünf einschneidende Erlebnisse: 1. Beschneidung, 2. Militärdienst, 3. Arbeit finden, 4. Heirat und 5. Vater (eines Sohnes) werden. Der Militärdienst ist ein besonders anschauliches Beispiel: eine Prüfung, die nur bestanden ist, wenn der Mann 'gebrochen' wurde und seinen Platz in der Autoritätshierarchie eingenommen hat. Über Interviews mit 58 Männern, die ihren Militärdienst, ihre Sozialisation und ihre Empfindungen während dieser Zeit schildern, beschreibt die Soziologin Pinar Selek, wie junge Männer in der Türkei die Zeit ihrer Identitätsfindung erleben. Die Gespräche zeigen einen Querschnitt durch die ganze Gesellschaft der Türkei. Unter den Männern sind unter anderem auch Kurden und Armenier. 'Zum Mann gehätschelt. Zum Mann gedrillt.' beleuchtet nicht nur die Erfahrungen in der Türkei, sondern fordert auf, Mannsein auf universeller Ebene zu hinterfragen. So bildet es die Gesprächsgrundlage für generelle Diskussionen darüber, wie die sexistisch-patriarchalische Kultur die Menschen auch die Männer – unterdrückt.

      Zum Mann gehätschelt, zum Mann gedrillt
    • Der Völkermord an den Armenier*innen ist ein dunkles Kapitel in der türkischen Geschichte, das bis heute tabuisiert bleibt und die nachfolgenden Generationen belastet. Pınar Selek reflektiert in ihrem Essay über die Herausforderungen, sich in einer Gesellschaft neu zu orientieren, die aus irreführenden Geschichtsbüchern lernt und in der die armenische Kultur aus dem öffentlichen Leben verdrängt wurde. Sie thematisiert auch ihre Erfahrungen in linken Bewegungen, die diese Verleugnung verinnerlicht haben. Ihr Schreiben bietet einen schonungslosen Blick auf das politische System der Türkei und ist ein sensibles, engagiertes und oft selbstkritisches Zeugnis. Selek, eine außergewöhnliche Frau, mehrfach ausgezeichnete Hochschuldozentin und brillante Erzählerin, könnte, wenn es nach der türkischen Regierung geht, zu einer weltweit gesuchten Kriminellen werden. Dies allein aufgrund ihrer Herkunft in einem Land, in dem verschiedene Völker gegeneinander aufgehetzt werden. Sie gehört zu den wenigen, die es gewagt haben, Grenzen zu überschreiten, um Friedensgeschichten zu sammeln, ähnlich wie Osman Kavala, Selahattin Demirtaş und Hrant Dink, der 2007 ermordet wurde. Die offiziellen Anschuldigungen gegen Pınar sind ebenso lächerlich wie die gegen diese anderen mutigen Stimmen.

      Weil sie Armenier*innen sind