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Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem

    Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem fue una novelista aristocrática alemana cuyas historias se encontraban entre la ficción de entretenimiento más popular a principios del siglo XX. Se destacó en la creación de narrativas que cautivaban a un amplio público, ofreciendo experiencias de lectura atractivas y accesibles. Su obra se centró en temas que resonaban con las sensibilidades de su tiempo. El estilo distintivo y el enfoque narrativo de Adlersfeld-Ballestrem la establecieron como una figura significativa en la literatura popular de su época.

    Heideröslein
    Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem
    Djavahir. Lucifers Träne. Violet
    Pension Malepartus. Major Fuchs auf Reisen
    Margarita Margaritarum
    Weiße Tauben
    • 2023

      Rosazimmer

      • 150 páginas
      • 6 horas de lectura

      Der Schnellzug Rom-Wien donnerte, von Mestre kommend, über die Eisenbahnbrücke, die das Festland mit Venedig verbindet, um von dort, nach kurzer Rast, denselben Weg bis Mestre zurückzunehmen und dann die Reise über Pontebba-Villach fortzusetzen. Am Fenster eines Abteils erster Klasse des direkten Wagens Rom-Wien stand ein noch junger Mann und sah nicht ohne eine gewisse Sehnsucht im Blick auf die Silhouette der »Meereskönigin«, die über die Lagunen hinweg sich fast schwarz gegen das Marineblau des Nachthimmels abzeichnete, auf dem eine phantastisch große, goldige Mondsichel stand und auf das leichtbewegte Wasser glitzernde Goldflitter streute. Zuerst waren es die Türme von Murano, die aus dem Wasser auftauchten, dann, als der Zug der Station näher kam, die Mündung des Canareggio, aus der eben ein beleuchteter kleiner Dampfer nach San Giuliano zueilte, dann der Glockenturm von San Giobbe, und schließlich war der häßliche, nüchterne Bahnhof mit seinem Hasten, Treiben, Rennen und Schreien erreicht. Mit einem kleinen Seufzer trat der einsame Reisende in dem Abteil erster Klasse von dem Fenster zurück, zog den Vorhang zu, als wünsche er, nicht gesehen zu werden, und hielt zum Überfluß noch eine Zeitung vor, so daß er von außen sicher nicht zu erkennen gewesen wäre, trotzdem die elektrische Lampe in dem Abteil hell genug brannte.

      Rosazimmer
    • 2022

      Amönenhof

      • 170 páginas
      • 6 horas de lectura

      Friedrich XV., Herzog von Weißenfels, hatte seine Regierungsgeschäfte für den Tag erledigt, indem er seine Unterschrift unter mehrere Dokumente setzte. Er lehnte sich in seinen bequemen Sessel zurück und fragte sich, was er nun tun solle. Die Herzogtümer, die er regierte, waren auf der Landkarte Deutschlands kaum zu finden, was bedeutete, dass seine Regierungsarbeit im besten Fall eine Stunde pro Tag in Anspruch nahm. Die Residenzstadt mit ihrem imposanten Schloss war ein kleines, ruhiges Nest, in dem das gesamte Militärkontingent des Landes, ein Leib-Regiment Infanterie, sein Möglichstes tat, um etwas Leben hineinzubringen. Der Hofstaat war klein, und die Empfänge im Schloss beschränkten sich auf ein paar Hofbälle im Winter und einige Gartenkonzerte im Sommer. Daher konnte man nicht behaupten, dass der Herzog und seine Gemahlin unter der Last ihrer Pflichten litten. Friedrich XV., ein junger Mann, gähnte erneut und murmelte über seine Langeweile. Er überlegte, ob er reiten sollte, ohne den langweiligen Adjutanten mitzunehmen, der ihm die Landschaft vermieste. Als er die Uhr sah, beschloss er, sich bei Elisabethchen eine Tasse Tee zu gönnen und mit der schönen Theo ein wenig zu raufen.

      Amönenhof
    • 1980

      Es ist ein großes, weites, schmuckloses Haus, ein Haus mit starkvergitterten Fenstern und Toren, die einer Festung hätten angehören können – dennoch ist aber dies Haus kein Kastell, dem Feinde Trotz zu bieten, sondern nur ein Gefängnis mit vielen, vielen Zellen für Einzelhaft. Und in einer dieser Zellen stand ein junges Weib an dem schmalen, vergitterten Fenster und ließ die Luft über ihr lichtes, blondes Haupt hinwegstreichen und sah mit trocknen, traumverlorenen Augen hinaus auf das Fleckchen blauen Himmels, das sich dort zeigte, wo die hohe, graue Gefängnismauer endlich aufhörte – diese furchtbare Mauer, die in den Himmel zu wachsen schien. Und das junge Weib schaute zur Höhe, bis die Augen sie schmerzten und sie den Blick herabsenken mußte bis zu der Stelle, wo man wilden Wein gepflanzt hatte, die graue Mauer zu verkleiden mit den Reizen einer immer schmückenden Natur. Dicht kletterten die Ranken empor an dem kahlen Gemäuer, und da es Herbst wurde, hatte sich das einst dunkle Grün der Blätter rot gefärbt. "Wie mit Blut überrieselt", sagte sie erschauernd und wandte sich ab...

      Die weißen Rosen von Ravensberg
    • 1936
    • 1912