The book delves into the intricate relationship between the political landscape and the scholarly contributions of Parsons. It explores how his life experiences and political context shaped his academic work, providing insights into his theories and their relevance to contemporary issues. Through a detailed analysis, Gerhardt reveals the often-overlooked political dimensions of Parsons's scholarship, making a compelling case for understanding his ideas within a broader socio-political framework.
Die Soziologie und die Geschichte haben seit Jahrzehnten über die geisteswissenschaftliche Sozialwissenschaft diskutiert, aber noch immer fehlt eine „Wirklichkeitswissenschaft“, wie sie Max Weber vor nunmehr (fast) einem Jahrhundert eingefordert hat. Diese Aufgabe stellt sich dieser Band und zeigt Wege einer „verfahrensbewussten Sozialwisssenschaft“ auf. An der Soziologie und der Geschichte wird für zwölf Themen geschildert, was eine verstehende Erkenntnis ausmacht – von Gewalt in der (deutschen) Familie und Altern als Problemen des sozialen Lebens bis zu Charisma und Psychoanalyse als Themen der soziologischen Theorie, und von Überlegungen zur passiven Aggressivität und zur „Geisteswelt“ des Dritten Reiches bis zum Demokratieverständnis der Reeducation und zur empirischen Sozialforschung zu Nachkriegsdeutschland reichen die Felder der untersuchten Wirklichkeit(en).
November 9th 1938 is widely seen as a violent turning point in Nazi Germany’s assault on the Jews. An estimated 400 Jews lost their lives in the anti-Semitic pogrom and more than 30,000 were imprisoned or sent to concentration camps, where many were brutally mistreated. Thousands more fled their homelands in Germany and Austria, shocked by what they had seen, heard and experienced. What they took with them was not only the pain of saying farewell but also the memory of terrible scenes: attacks by mobs of drunken Nazis, public humiliations, burning synagogues, inhuman conditions in overcrowded prison cells and concentration camp barracks. The reactions of neighbours and passersby to these barbarities ranged from sympathy and aid to scorn, mockery, and abuse. In 1939 the Harvard sociologist Edward Hartshorne gathered eyewitness accounts of the Kristallnacht from hundreds of Jews who had fled, but Hartshorne joined the Secret Service shortly afterwards and the accounts he gathered were forgotten – until now. These eyewitness testimonies – published here for the first time with a Foreword by Saul Friedländer, the Pulitzer Prize historian and Holocaust survivor – paint a harrowing picture of everyday violence in one of Europe’s darkest moments. This unique and disturbing document will be of great interest to anyone interested in modern history, Nazi Germany and the historical experience of the Jews.
The book delves into the political dimensions of Parsons's life and work, highlighting how his scholarly contributions were intertwined with the political landscape of his time. Uta Gerhardt examines the influences that shaped Parsons's theories and the broader implications of his ideas within the context of social and political thought. Through this exploration, readers gain insight into the complexities of Parsons's intellectual legacy and its relevance to contemporary discussions in sociology.
Dosud neznámé očité zprávy o pogromech v Německu v listopadu 1938. Napsali je v letech 1938-1940 němečtí Židé, jimž se podařilo uprchnout před nacistickým terorem do USA. Svou bezprostředností a autentičností jde o jedinečná svědectví, jež vypovídají o hrozivé a strachem naplněné atmosféře, která poznamenala všední dny Židů v třetí říši v oněch listopadových dnech.
En août 1939, des sociologues de l’université de Harvard lançaient, par le biais du New York Times, un concours visant à réunir des témoignages sur la vie en Allemagne depuis 1933. Les réponses vinrent des Etats-Unis, d’Angleterre, de Palestine ou d’Australie, émanant pour l’essentiel de Juifs allemands ayant réussi à fuir le Reich après les pogroms de novembre 1938. La force de ces récits incita les chercheurs d’Harvard à composer un recueil, dont la guerre empêcha la publication. Uta Gerhardt et Thomas Gerlauf ont retrouvé ce dossier oublié et compris aussitôt la valeur exceptionnelle de ces témoignages de première main sur la Nuit de cristal. Ils publient aujourd’hui ce recueil composé en 1940, enrichi d’un avant-propos historique, d’une post-face sur la genèse du livre et d’une préface de Saul Friedländer. On y entend les récits des premières victimes des exactions nazies, d’autant plus bouleversants pour nous qui connaissons la suite de l’histoire...
Während jener Pogrome waren etwa 400 Juden ermordet oder in den Tod getrieben worden, 30 000 wurden in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert und schwer misshandelt. Zehntausende verließen daraufhin ihre Heimat, schockiert von dem, was viele Zeitgenossen als den größten Zivili-sationsbruch der Geschichte empfanden. Was sie mitnahmen, war der Schmerz des Abschieds, aber auch die Erinnerung an grauenhafte Szenen: die Überfälle betrunkener Nazi-Horden, die öffentlichen Demütigungen, das Niederbrennen der Synagogen, die unmenschlichen Zustände in den überfüllten Gefängniszellen und KZ-Baracken. Die Reaktionen der Nachbarn und Passanten auf diese Barbarei reichten von Anteilnahme und Hilfeleistung bis zu Hohn, Spott und Übergriffen. Der Initiator des Harvard-Projektes, der Soziologe Edward Hartshorne, stellte die bewegenden Zeugnisse zu einem Buch zusammen, das er wegen des Kriegs-eintritts der USA jedoch nicht mehr veröffentlichen konnte. Er wechselte in den Geheimdienst, die Berichte fielen dem Vergessen anheim. Durch einen Zufall wurde jetzt das Originalmanuskript gefunden. Sorgfältig ediert und kommentiert durch die Herausgeber, mit einem Vorwort von Saul Friedländer versehen, wird es hier erstmals zugänglich gemacht.
Für das Verständnis der Geschichte der Soziologie im zwanzigsten Jahrhundert ist es unabdingbar, die Debatten und institutionellen Strukturen zu rekonstruieren, die das Fach geprägt haben. Für Deutschland, das in diesem „langen Jahrhundert“ sechs Herrschaftssysteme erlebt hat, gilt dies ganz besonders. Uta Gerhardt zeigt eindrucksvoll, wie man eine Geschichte der Soziologie als Gesellschaftsgeschichte schreiben muss. In sechs chronologisch geordneten Studien werden Bruchlinien, Anschlußstellen und Widersprüche der Fachgeschichte beleuchtet. Zunächst die Abkehr vom Sozialdarwinismus, die Wilhelm Dilthey initiierte und die den Welterfolg der WeberschenTheorie erst ermöglichte. Im Fokus steht dann das Fortleben der Soziologie in der Emigration. Als wichtigsten Impulsgeber in der Stunde Null würdigtdie Autorin Edward Y. Hartshorne, bevor sie den Neubeginn der empirischen Sozialforschung analysiert. In den kontroversen 1960er Jahren folgt Gerhardt dem langen Schatten des Positivismus, um abschließend die Herausforderungen der Wiedervereinigung für die Soziologie zu analysieren. Eine einzigartige, überzeugende Diskursgeschichte der Soziologie im zwanzigsten Jahrhundert.
Die Soziologie im atlantischen Transfer des Besatzungregimes. Vier Abhandlungen
357 páginas
13 horas de lectura
Längst ist man sich darin einig, dass die Stunde Null zum Wendepunkt nach dem Desaster des Nationalsozialismus wurde. Wie war die Soziologie in diesen dramatischen sozialen Wandel einbezogen? Es war die amerikanische Soziologie, die im atlantischen Transfer mit Planungsideen zur Reeducation Deutschlands beitrug und dann die Fortschritte der Demokratisierung anhand der modernsten Sozialforschung dokumentierte. Es waren die westlichen Besatzungsmächte, die die Soziologie derart unterstützten und förderten, dass dieses Denken der Demokratie in Deutschland wieder möglich wurde. Aus dem Inhalt: „… applying psychiatric therapy to Germany“: Die Denkfigur der Reeducation in den amerikanischen Sozialwissenschaften und der Besatzungskonzeption — Die Wiederanfänge der Soziologie nach 1945 und die Besatzungsherrschaft in Westdeutschland: Zu Kontinuität und Diskontinuität im Kontext der Nachkriegszeit — Zweimal Surveyforschung: Der Neuanfang der empirischen Sozialforschung nach dem Nationalsozialismus — „… a democratic and peace-loving German society“: Die Probleme der gesellschaftlichen Demokratisierung in der Vorgeschichte der Bundesrepublik als Thema der amerikanischen Soziologie