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Ein Zeuge von jeher

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Ein Nachruf und eine Antizipation. Blanchots ebenso nüchterne wie luzide Schreibweise, die unablässig die Bedingungen ihrer eigenen Möglichkeit befragt, hat den verschiedensten Bereichen ihre Spuren eingegraben: Literatur und Philosophie, Psychoanalyse, Theorie der Sprache, Geschichte und Politik. Nichts, was das vergangene Jahrhundert in Unruhe versetzt hat, keine seiner Erfindungen und Kataklysmen, seiner Mutationen, seiner Revolutionen und Monstrositäten ist der hohen Spannung seines Denkens und seiner Texte entgangen. Auf all das hat er geantwortet, indem er sich einer unerbittlichen Weisung unterwarf. Er tat das ohne den Schutz einer Institution, jenseits der Universität oder einer anderen von der Macht begünstigten Gruppierung. In seinem Nachruf auf den toten Freund betont Jacques Derrida, dass sich die manchmal unsichtbare Strahlkraft von Blanchots Werk nicht mit Begriffen wie „Einfluss“ oder „Gefolgschaft“ definieren lässt. Blanchot hat nicht „Schule gemacht“. Sein Erbe hat sich ins Denken derer, die ihm nah waren, tiefer und inwendiger eingegraben als der „Einfluss“ eines „Lehrers“.

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Ein Zeuge von jeher, Jacques Derrida

Idioma
Publicado en
2003
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(Tapa blanda)
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4,5
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Título
Ein Zeuge von jeher
Idioma
Alemán
Editorial
Merve-Verl.
Publicado en
2003
Formato
Tapa blanda
Páginas
39
ISBN10
3883961930
ISBN13
9783883961934
Serie
Etiquetas
No ficción
Título original
Un témoin de toujours
Calificación
4,5 de 5
Descripción
Ein Nachruf und eine Antizipation. Blanchots ebenso nüchterne wie luzide Schreibweise, die unablässig die Bedingungen ihrer eigenen Möglichkeit befragt, hat den verschiedensten Bereichen ihre Spuren eingegraben: Literatur und Philosophie, Psychoanalyse, Theorie der Sprache, Geschichte und Politik. Nichts, was das vergangene Jahrhundert in Unruhe versetzt hat, keine seiner Erfindungen und Kataklysmen, seiner Mutationen, seiner Revolutionen und Monstrositäten ist der hohen Spannung seines Denkens und seiner Texte entgangen. Auf all das hat er geantwortet, indem er sich einer unerbittlichen Weisung unterwarf. Er tat das ohne den Schutz einer Institution, jenseits der Universität oder einer anderen von der Macht begünstigten Gruppierung. In seinem Nachruf auf den toten Freund betont Jacques Derrida, dass sich die manchmal unsichtbare Strahlkraft von Blanchots Werk nicht mit Begriffen wie „Einfluss“ oder „Gefolgschaft“ definieren lässt. Blanchot hat nicht „Schule gemacht“. Sein Erbe hat sich ins Denken derer, die ihm nah waren, tiefer und inwendiger eingegraben als der „Einfluss“ eines „Lehrers“.