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Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch zählt zu den bedeutendsten literarischen Werken der Tauwetter-Periode in der UdSSR, da es erstmals offen das stalinistische Lagersystem thematisiert. Die Handlung folgt Iwan Denissowitsch Schuchow, einem Zimmermann, der wegen Hochverrats zu zehn Jahren Lager verurteilt wurde und bereits acht Jahre abgesessen hat. Die Geschichte spielt an einem einzigen Tag im Januar 1951, der stellvertretend für die 3653 Tage seines Strafvollzugs steht. Der Tagesablauf ist von der Lagerverwaltung strikt vorgegeben: Wecken, Essen fassen, morgendlicher Zählappell, Kontrollen auf verbotene Gegenstände, harte Arbeit in der „Brigade Nr. 105“ auf einer Baustelle, Mittagessen und weitere Arbeit. Schuchow hat sich an diese Routine gewöhnt und hinterfragt weder die Bürokratie noch die Willkür der Wächter. Sein Überleben hängt davon ab, clever kleine Vorteile zu erlangen, wie einen Tag im Krankenrevier oder echte Lederstiefel. Besonders das Essen hat für ihn eine obsessive Bedeutung. Informationen über die Außenwelt sind rar und interessieren ihn kaum. Nur durch die Akzeptanz seiner entmenschlichten Existenz findet Schuchow die Kraft zum Überleben. Seine Einstellung zur Arbeit zeigt, dass er, trotz der harten Umstände, einen Sinn in seiner Zwangsarbeit sieht, indem er sich mit dem, was er schafft, identifiziert.
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Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch, Aleksandr Isajevič Solženicyn
- Idioma
- Publicado en
- 2005
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- (Tapa dura)
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- Idioma
- Alemán
- Editorial
- Weltbild
- Publicado en
- 2005
- Formato
- Tapa dura
- ISBN10
- 3898971228
- ISBN13
- 9783898971225
- Serie
- Etiquetas
- Ficción, Novelas históricas, Clásicos, Cuentos cortos, Rusia, Adaptada al cine, Novelas cortas, Literatura rusa, Vida cotidiana, Unión Soviética, Narración, Novelas autobiográficas, Campos de Concentración, Los Años 50 del Siglo XX, Crímenes del comunismo, Regímenes totalitarios, Siberia, Gulags, Campos de trabajo
- Primera publicación
- 1962
- Título original
- Один день Ивана Денисовича
- Calificación
- 4 de 5
- Descripción
- Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch zählt zu den bedeutendsten literarischen Werken der Tauwetter-Periode in der UdSSR, da es erstmals offen das stalinistische Lagersystem thematisiert. Die Handlung folgt Iwan Denissowitsch Schuchow, einem Zimmermann, der wegen Hochverrats zu zehn Jahren Lager verurteilt wurde und bereits acht Jahre abgesessen hat. Die Geschichte spielt an einem einzigen Tag im Januar 1951, der stellvertretend für die 3653 Tage seines Strafvollzugs steht. Der Tagesablauf ist von der Lagerverwaltung strikt vorgegeben: Wecken, Essen fassen, morgendlicher Zählappell, Kontrollen auf verbotene Gegenstände, harte Arbeit in der „Brigade Nr. 105“ auf einer Baustelle, Mittagessen und weitere Arbeit. Schuchow hat sich an diese Routine gewöhnt und hinterfragt weder die Bürokratie noch die Willkür der Wächter. Sein Überleben hängt davon ab, clever kleine Vorteile zu erlangen, wie einen Tag im Krankenrevier oder echte Lederstiefel. Besonders das Essen hat für ihn eine obsessive Bedeutung. Informationen über die Außenwelt sind rar und interessieren ihn kaum. Nur durch die Akzeptanz seiner entmenschlichten Existenz findet Schuchow die Kraft zum Überleben. Seine Einstellung zur Arbeit zeigt, dass er, trotz der harten Umstände, einen Sinn in seiner Zwangsarbeit sieht, indem er sich mit dem, was er schafft, identifiziert.

























