Bookbot

Nachgelassene Schriften und Fragmente, in der Fassung der Handschriften

Parámetros

  • 445 páginas
  • 16 horas de lectura

Más información sobre el libro

Kafka betrachtet die Welt als jemand, der zurückgestoßen wurde, auf der Suche nach den Orten, wo der Kaiser residiert und unbekannte Gesetze wohnen. Er ist wie ein halb Erwachter, dessen Gedanken noch im gerade verflogenen Traum verweilen, in dem alle Rätsel gelöst schienen. Er glaubt, das Schlüsselwort fassen und schmecken zu können, doch die klare Figur, die die Welt im Zeichen des Geheimnisses bildet, entgleitet ihm. Verzweifelt versucht er, die auseinandergefallenen Teile zu erfassen, die sich in umgekehrter Weise wieder zu vereinen beginnen. Je weniger ihm die Rekonstruktion des verschwundenen Bildes gelingt, desto verzweifelter jagt er zwischen den Bruchstücken umher, um sie zu ordnen. In diesem Band sind Texte aus Kafkas Nachlass versammelt, die bis Herbst 1917 entstanden sind, abgesehen von den Romanen „Der Verschollene“ und „Der Prozess“ sowie den Tagebüchern. Die Texte werden handschriftgemäß und in ihren ursprünglichen Kontexten präsentiert. Bekanntes und oft Kommentiertes zeigt sich hier in einem anderen Licht, als in der bisherigen Druckgeschichte. Was früher als einheitliches Textstück galt, entpuppt sich oft als zusammengesetztes Gebilde, das durch Kontamination, Umordnung oder das Weglassen von Passagen entstanden ist. Stattdessen finden sich hier die verschiedenen, sich vortastenden Ansätze zu Kafkas „work in progress“, die in den Handschriften zusammenstehen.

Compra de libros

Nachgelassene Schriften und Fragmente, in der Fassung der Handschriften, Franz Kafka, Malcolm Pasley

Idioma
Publicado en
1993
product-detail.submit-box.info.binding
(Tapa dura),
Estado del libro
Dañado
Precio
14,39 €

Métodos de pago

Nadie lo ha calificado todavía.Añadir reseña

Idioma
Alemán
Editorial
S. Fischer
Publicado en
1993
Formato
Tapa dura
Páginas
445
ISBN10
3100381513
ISBN13
9783100381514
Serie
Descripción
Kafka betrachtet die Welt als jemand, der zurückgestoßen wurde, auf der Suche nach den Orten, wo der Kaiser residiert und unbekannte Gesetze wohnen. Er ist wie ein halb Erwachter, dessen Gedanken noch im gerade verflogenen Traum verweilen, in dem alle Rätsel gelöst schienen. Er glaubt, das Schlüsselwort fassen und schmecken zu können, doch die klare Figur, die die Welt im Zeichen des Geheimnisses bildet, entgleitet ihm. Verzweifelt versucht er, die auseinandergefallenen Teile zu erfassen, die sich in umgekehrter Weise wieder zu vereinen beginnen. Je weniger ihm die Rekonstruktion des verschwundenen Bildes gelingt, desto verzweifelter jagt er zwischen den Bruchstücken umher, um sie zu ordnen. In diesem Band sind Texte aus Kafkas Nachlass versammelt, die bis Herbst 1917 entstanden sind, abgesehen von den Romanen „Der Verschollene“ und „Der Prozess“ sowie den Tagebüchern. Die Texte werden handschriftgemäß und in ihren ursprünglichen Kontexten präsentiert. Bekanntes und oft Kommentiertes zeigt sich hier in einem anderen Licht, als in der bisherigen Druckgeschichte. Was früher als einheitliches Textstück galt, entpuppt sich oft als zusammengesetztes Gebilde, das durch Kontamination, Umordnung oder das Weglassen von Passagen entstanden ist. Stattdessen finden sich hier die verschiedenen, sich vortastenden Ansätze zu Kafkas „work in progress“, die in den Handschriften zusammenstehen.